23. September 2012 | Matthias Ondracek

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Finale oder Heimreise: In der Partie zwischen Deutschland und Großbritannien geht es heute (14 Uhr) ums nackte Überleben. Für beide Mannschaften ist es die zweite und letzte Chance auf das Endspiel um die Teilnahme am World Baseball Classic 2013.

Das deutsche Team startete mit einem fulminanten 16:1-Auftaktsieg gegen Tschechien ins Turnier. Gegen Top-Favorit Kanada erlitt die DBV-Auswahl aber eine 7:16-Pleite. Nun muss Schwarz-Rot-Gold gewinnen, um den Traum von der Endrunde in den USA aufrecht zu erhalten.

Der Optimismus in der Frady-Truppe ist ungebrochen. Die Niederlage gegen den zweifachen WBC-Teilnehmer hat daran nichts geändert. „Das Turnier ist noch nicht vorbei. Wir werden gegen Großbritannien ein gutes Spiel abliefern“, so der Bundestrainer.

Die deutsche Offensive ist nach wie vor eine Macht und hat bewiesen, dass sie sich vor niemandem verstecken muss. In den ersten beiden Partien verbuchte die Abteilung Attacke insgesamt 22 Hits. Eric Suttle führt die Offensiv-Formation von Coach Frady mit vier Treffer an.

Auch in der Werferriege hat Pitching Coach Terry Abbott trotz dem Verschleiß im Marathon-Match gegen Kanada noch einige Asse im Ärmel. Mit Adam Kudryk, Enorbel Marquez und Andre Hughes kamen drei potentielle Starter noch nicht zum Zug. Wer gegen Großbritannien beginnt, entscheidet sich erst kurzfristig.

Die „Union Jacks“ auf der anderen Seite setzten bisher neun Pitcher ein. Neben den beiden Startern Chris Reed und Jacob Esch trug Reliever Paul Waterman die größte Last. Der ehemalige Gautinger kam in beiden bisherigen Spielen zum Einsatz. Gegen Deutschland wird Rechtshänder Kyle Wilson auf dem Werferhügel beginnen.

Das Team von Manager Sam Dempster hielt die Endspiel-Chancen am Samstagnachmittag durch einen 12:5-Erfolg gegen Tschechien am Leben. Für Großbritannien ist das Duell mit der DBV-Auswahl das zweite Alles-oder-Nichts-Spiel in Folge. Diese Tatsache könnte für den EM-Elften ein Vorteil sein.

Mit dem Rücken zur Wand riefen die Briten gegen Tschechien ihr volles Potential ab. 13 Hits und zwölf Punkte sprangen gegen das Team von Andy Berglund heraus. In der ersten Partie gegen Kanada waren es nur vier Treffer. Besonders Single-A-Profi Albert Cartwright (drei Hits, zwei Runs) und B.J. Roper-Hubbert von den Bonn Capitals zeigten ihr ganzes Können. Roper-Hubbert war mit einem Homerun, drei Punkten und drei Runs Batted In der Spieler des Spiels.

Für alle, die es nicht nach Regensburg schaffen, gibt es das Spiel im Internet auf www.worldbaseballclassic.com zu sehen.